Kohlekraft NEIN Danke

Die SN Energie AG - an der die Gemeinden Schwanden (GL) und Wald (ZH) und die Elektrizitätswerke der Städte St. Gallen, Rorschach, Rapperswil-Jona, Arbon, Romanshorn  beteiligt sind - hat entschieden, sich an der Planung und Realisierung eines neuen Kohlekraftwerkes in Brunsbüttel (D) zu beteiligen. Der WWF wehrt sich zusammen mit der SP und den Grünen mit einer Online-Petition dagegen. Hier die Gründe:

  • Die SN Energie investiert in einen der ineffizientesten Stromerzeuger. Die Kohlekraftwerke in Brunsbüttel sind ohne Kraft-Wärme-Kopplung geplant und gehören damit zu den ineffizientesten Stromproduzenten, die es heute gibt. Selbst alte Steinkohlekraftwerke mit einem elektrischen Wirkungsgrad von knapp über 30% erzielen eine bessere Energie-Bilanz, wenn die anfallende Wärme sinnvoll genutzt wird.

  • Brunsbüttel ist der falsche Standort. Für eine sinnvolle Nutzung der Wärmeenergie ist der Standort Brunsbüttel falsch gewählt. Im Umkreis der Kohlekraftwerke sind keine geeigneten Wärmeabnehmer vorhanden. Für diesen Standort sprechen einzig die billige Kohleanlandung und die direkte Kühlung des Kraftwerks durch die Elbe, was das Ökosystem der Elbe beeinträchtigt.

  • Die SN Energie investiert in einen der CO2-intensivsten Stromerzeugern. Die SN Energie würde damit in ein Kraftwerk investieren, das Jahr für Jahr 10 Mio. Tonnen CO2 in die Luft bläst, ein Fünftel des Schweizer CO2-Ausstosses. Mehrere Milliarden Franken von Schweizer Stromkunden sollen in eine Technik fliessen, die für das Klima katastrophal ist und die Klimaziele zunichte machen.

  • Die Kohlekraftwerke in Brunsbüttel finden keine Akzeptanz bei der Bevölkerung. Wie bereits in Kalabrien wehrt sich auch die betroffene Bevölkerung in Deutschland gegen die Kohlekraftwerke. In Brunsbüttel hat sich der Widerstand in einer Bürgerinitiative formiert. Alle angrenzenden Gemeinden haben in öffentlichen Stellungnahmen das Projekt abgelehnt.

  • Investitionen in Stromeffizienz und erneuerbare Energien sind ökologisch und wirtschaftlich sinnvolle Alternativen. Das Potenzial zur Senkung des Stromverbrauchs in der Schweiz ist enorm, und eingesparter Strom ist der günstigste und umweltfreundlichste. Deswegen lohnt es sich besonders in Stromeffizienz zu investieren – also in sparsamere Geräte und Anlagen, die neue Kraftwerke und Beteiligungen überflüssig machen. Auch das Potenzial für alternative erneuerbare Energien – Sonnenenergie, Geothermie, Holz oder Wind – ist in der Schweiz noch lang nicht ausgeschöpft. Die Förderung dieser Energieformen in Kombination mit einer aktiven Effizienzpolitik ist auch wirtschaftlich sinnvoll. Das Ausland bietet ebenfalls interessante Investitionsmöglichkeiten in erneuerbare Energien. Das EW der Stadt Zürich macht vor, wie es geht: Es hat sich in einen norddeutschen Windpark eingekauft.

.hausformat | Webdesign, TYPO3, 3D Animation, Video, Game, Print