Schreyenbachfall

Schreyenbachfall führt Wasser

Über folgende Email von Franziska Löpfe haben wir uns besonders gefreut:

"Gestern habe ich mit grosser Freude den prächtigen Schreyenbachfall beim Tierfed besucht und besichtigt, der zu meiner Jugendzeit abgestellt wurde und nun an bestimmten Tagen dank dem WWF Glarus wieder läuft. Ich möchte euch herzlich danken dafür, dass ihr das möglich gemacht habt und grüsse euch."

Der Schreyenbachfall war früher eine schweizweit bekannte Naturattraktion. Seit 1964, mit der Inbetriebnahme des Kraftwerkes Linth-Limmern, ist er verstummt: Eine Fassung hat ihm das Wasser buchstäblich abgegraben. Nach einer vorsorglichen Einsprache 2003 und aufgrund eines Vergleichs 2004 zwischen dem WWF Glarus und der Kraftwerke Linth-Limmern AG darf sich der legendäre Wasserfall im Tierfehd wenigstens an 22 Sommertagen wieder in voller Pracht zeigen, mit der Realisierung des Projekts Linthal 2015 sogar an 45 Tagen. 2008 kam die Abmachung erstmals zur Anwendung: Der Schreyenbachfall stob und rauschte über die Felswand hinunter – wie es auf alten Postkarten zu sehen ist.

1957, als der Landrat die Konzession für das Kraftwerk erteilte, gab ein Regierungsrat „die Zusicherung, dass der Wasserfall im annehmbaren Rahmen erhalten bleibe“. Das Versprechen wurde eingelöst – nach 51 Jahren.

Der Schreyenbachfall kann nun jährlich sein imposantes Naturschauspiel zwischen Juni und August aufführen. In der übrigen Jahreszeit wird das Wasser des Fisetenbaches, der den Schrejenbachfall speist und im Kanton Uri entspringt, zum Zwecke der Stromproduktion gefasst – das heisst: dem Schreyenbachfall vorenthalten. Wann die periodische Aufhebung der Fassung respektive die Speisung des Schreyenbachfalls (Dotierregime) erfolgt, wird jährlich neu festgelegt. 

Speisung des Schreyenbachfalls 2017:

Beginn: 18. Juni 14:00 Uhr

Ende: 2. August 14:00 Uhr

 

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